FSG-Team rechnete sich ins Finale

Damian Jansen, Carina Schulte, Mats Lintel-Höping, Leonie Peters und Dr. Dogan (v.l.n.r.)

Binomische Formeln, der Satz des Pythagoras und die pq-Formel gehören zum Standardrepertoire des Mathematikunterrichts. Weniger präsent sind Fragestellungen zur Gewinnoptimierung, der optimalen Evakuierung von Gebäuden oder zur Bewertung der Attraktivität von Wohngebieten. Genau dafür kann man aber die Theoreme und Formeln der Mathematik nutzen. Mathematik durch Anwendung erfahrbar zu machen und dadurch nachhaltiger zu lernen ist ein Ziel des in den Niederlanden entwickelten Wiskunde A-Konzeptes. Einmal im Jahr messen sich Schulteams aus ganz NRW im Anwenden von Mathematik – und ein Team des Franz-Stock-Gymnasiums hat sich gemeinsam mit sieben weiteren Teams unter insgesamt 128 teilnehmenden Gruppen durchgesetzt und in die Landesrunde gerechnet.

Erneuerbare Energien in Ambergreen
„Die Stadt Amberhavn ist in den letzten Jahren stark gewachsen und aus diesem Grund wird eine neue Siedlung gebaut. Da es eine moderne und nachhaltige Siedlung werden soll, wird sie den Namen Ambergreen erhalten.“ So startete die diesjährige Aufgabe, in der es um Energiegewinnung und Energiekosten ging. Für den Siedlungsrat der Stadt Ambergreen sollte eine Entscheidungshilfe ausgearbeitet werden, um die nachhaltige Nutzung erneuerbarer Energien zu sichern. Die Schülerinnen und Schüler erhielten dazu realistische Daten und Diagramme. Viele Informationen mussten zusammentragen werden – auch die Lebensdauer von Photovoltaik- oder Windradanlagen waren zu berücksichtigen.

Die Alympiade – Spicken erwünscht!
Die Schulrunde wurde bereits im November durchgeführt. Die Schüler erhielten um 08:00 Uhr die Aufgaben und konnten bis 15:00 Uhr im Team daran bearbeiten. Alle Hilfsmittel, wie Bücher oder das Internet, waren erlaubt. Eingereicht wurde eine PDF-Datei, die dann Externe beurteilten. Jede Arbeit wurde von drei Gutachtern gesichtet. Die Arbeit der Schülerinnen und Schüler vom FSG überzeugte und landete in der Spitzenplatzierung. „Besonders beeindruckend an dem Erfolg ist, dass die Schülerinnen und Schüler aus dem Grundkurs Mathematik von Dr. Dogan sich gegenüber hundert Leistungskursgruppen aus ganz NRW durchsetzen konnten.“ erklärt Schulleiter Dr. Pallack, der den Mathe-Cracks nun für das Landesfinale, bei dem die acht besten Teams aus Nordrhein-Westfalen am 17. und 18. Februar in Soest gegeneinander antreten, die Daumen drückt.

CAS – ein wichtiges Werkzeug
Mathematik im sinnstiftenden Kontext zu lernen ist den Lehrkräften am FSG besonders wichtig. So entschied die Fachkonferenz Mathematik bereits vor einigen Jahren, dass ab Ende Klasse 8 statt eines grafischen Taschenrechners (GTR) ein Computer-Algebra-System, kurz CAS, eingesetzt wird. Dieses ist in der Lage komplizierte Formeln zu verarbeiten und Gleichungen automatisiert zu lösen. Mathematiklehrer Dr. Dogan erklärt den Ansatz: „An den Stellen, wo man sich auf den Inhalt und nicht auf das Rechnen konzentrieren möchte, hilft das CAS ungemein. Die Schülerinnen und Schüler können so mehr Zeit in das Verstehen und Anwenden von Mathematik investieren. Das hat sich bei diesem Wettbewerb ausgezahlt.“

Die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler von Dr. Dogan legen noch in diesem Jahr die Abiturprüfung ab. Bleibt zu hoffen, dass die talentierten Jugendlichen ihre Kompetenzen auch in Zukunft einsetzen, um Probleme zu lösen und der Mathematik ein wenig treu bleiben.
Informationen zum Wettbewerb Alympiade findet man hier.

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