DisCo 2.0 erhält Preis beim Landeswettbewerb jugend forscht

v.l.: Frederik Rennebaum, Leon Scheiter, Adrian Siegerink - Städt. Franz-Stock-Gymnasium, Arnsberg

v.l.: Frederik Rennebaum, Leon Scheiter, Adrian Siegerink – Städt. Franz-Stock-Gymnasium, Arnsberg
Quelle: Bayer AG

Das Entwickler-Team von DisCo 2.0 wurde beim Landeswettbewerb jugend forscht mit dem Preis der Erich-Becker-Stiftung ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch – wir sind stolz auf euch!

Ursprünglicher Bericht:

Frederik Rennebaum, Leon Scheiter und Adrian Siegerink, Schüler der Q 2, haben beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ den ersten Platz mit ihrem Projekt „DisCo 2.0“ gewonnen. Im folgenden Beitrag geben Sie einen Einblick in ihre Projektarbeit und den Wettbewerb:
„Als wir vor etwa einem Jahr Interesse entwickelten, bei Jugend forscht mitzumachen, hatten wir uns noch nicht auf ein Projekt festgelegt. Fest stand nur, dass es irgendwas mit Fliegen im Bereich Technik zu tun haben soll, da Leon und Frederik Hobby-Segelflieger sind und wir drei unglaublich Lust hatten etwas zu bauen. Nach geraumer Zeit kamen uns zahlreiche Ideen, bis wir uns auf eine Mischung aus Flugzeug und Drohne zur effizienten Fortbewegung geeinigt hatten.
Es begann mit dem zeitaufwändigsten Schritt des Projektes – der Planung. Material, Stellung der Motoren, Form des Rumpfes und der Tragflächen etc. sollten alles entscheidende Faktoren für die Flugstabilität von DisCo, das für „DistanceCopter“ steht, sein. Um das Prinzip unserer Idee zu testen, haben wir zunächst ein fertiges Flugzeugmodell aus Elapor (ähnliche Eigenschaften wie Styropor) verwendet, welches wir recht günstig erlangen konnten. Bei der Montage ging es erstmal ums reine Prinzip, ohne Drang zum Perfektionismus, wie es beim zweiten Modell der Fall sein sollte. Bereits bei den ersten Flugversuchen kam es zu Materialproblemen. Das Elapor an den Halterungen der Motoren ist durch die Vibration beim Starten herausgebrochen, sodass wir nun unvermeidlicher Weise das zweite Modell bauen mussten. Als geeignetes Material hierzu erschien uns Glasfaserkunststoff oder Kohlefaser. Die Materialien wurden uns zum einem vom Franz-Stock-Gymnasium zur Verfügung gestellt und zum anderen von „Airbus“ gesponsert.

Zunächst mussten wir die Tragflächen und den Rumpf aus Glasfaserkunststoff harzen. Hierbei dienten als Vorlage der Rumpf eines „Kunstflugzeuges“, da dieser sehr viel Raum im Inneren bietet, um die Technik zu verstauen, und die Tragflächen eines Modellsegelflugzeuges, da diese Tragflächen erfahrungsgemäß den besten Auftrieb bieten. Die Ruder haben wir zur Erhöhung der Stabilität und Genauigkeit aus Kohlefaserplatten ausgeschnitten. Alle weiteren Schritte haben wir in einer Halle der „Ernst Urban GmbH & Co. KG“ durchgeführt, da diese mit dem idealen Werkzeug für unser Vorhaben ausgestattet ist. Nun ging es darum, das gesamte Modell in aufwändiger Handarbeit zusammen zu setzen und anschließend die Technik (Steuergerät, GPS, Servos, etc.) miteinander zu verlöten und zu installieren. Dann stand auch schon der Regionalwettbewerb an. Morgens um 7 Uhr haben sich alle Teilnehmer und deren Betreuer am Berliner Platz versammelt, um gemeinsam nach Dortmund in die DASA zu fahren. Dort angekommen gingen alle in die „Energiehalle“, in der die mit den jeweiligen Namen versehenen Stände für alle Teilnehmer bereit standen. Wir hatten nun die Gelegenheit unseren Platz vorzubereiten und unsere Präsentation für den Rundgang der Jury nochmal durch zugehen. Anschließend wurden in einer gesonderten Halle Eröffnungsreden vom Leiter der DASA sowie vom regionalen Organisator von Jugend forscht gehalten. In den darauf folgenden zwei Stunden mussten wir an unseren Ständen bleiben, um den Jurymitgliedern, die in mehreren Gruppen die einzelnen Projekte abklapperten, unsere Idee vorzustellen. Während sich die Jury zur Beratung zurückzog, hatten wie eine Mittagspause und etwas Freizeit. Anschließend mussten die Teilnehmer die nächsten zwei Stunden damit verbringen, Fernsehen, Presse und Interessierten Rede und Antwort zu stehen – eine interessante Erfahrung. Dann ging es endlich zur langersehnten Siegerehrung, bei der wir vollkommen gegen unsere Erwartungen, neben den Erfindern einer energiesparenden Fortbewegungsmethode unter Wasser, basierend auf der Schwimmtechnik eines Haies, auf der Bühne den ersten Platz im Bereich Technik absahnten. Nach der Siegerehrung mussten wir uns noch vor der Heimreise mit dem Organisator des Landeswettbewerbes treffen, welcher uns noch einige Informationen zum Ablauf und als Vorbereitung mitgegeben hat. Abends gegen 8 Uhr zuhause angekommen haben wir unseren Sieg selbstverständlich, obwohl es Dienstag war, ordentlich gefeiert.
Nun sind wir sehr gespannt auf den Landeswettbewerb. Dieser findet vom 14. bis 16. März in Leverkusen statt!“
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