Besinnungstage im Kloster – alles andere als langweilig!

Es ist ein neues Angebot am FSG für Schüler der Jahrgangsstufe 10:

Die Besinnungstage.

Unabhängig von Religion und Konfession geben die Tage Gelegenheit, sich mit Fragen zu sich, zum Leben und der Zukunft auseinanderzusetzen, sich selbst und andere besser kennenzulernen und dabei auch etwas über das Leben im Kloster zu erfahren.

Vom 4.10. bis 6.10.17 ging es für ein paar Schülerinnen der EF, begleitet von Frau Danne-Weyer und Frau Schaaf, zu den Besinnungstagen in die OASE, das Jugendgästehaus der Benediktinerabtei Königsmünster in Meschede.

Hier stellen zwei der Schülerinnen ihre Erlebnisse an diesen zwei Tagen vor:

 

Hallo 🙂
Ich bin Lilli aus der EF und ich war mit 7 weiteren Schülerinnen auf den Besinnungstagen in Meschede in der OASE der Abtei Königsmünster.

Am Mittwoch, den 04.10. haben wir uns um kurz vor 14 Uhr am Kulturzentrum getroffen und sind gemeinsam zum Bahnhof gegangen. Dort haben wir dann unsere Tickets gekauft und sind um 14:20 Uhr mit dem Zug nach Meschede gefahren. Vom Bahnhof aus sind wir dann zum Kloster hoch gelaufen. Dort angekommen (ca. 15 Uhr) wurden wir sofort super nett in Empfang genommen und Bruder Benedikt, der für die Besinnungstage und alles andere was mit Bildung zu tun hat, zuständig ist, und ein Praktikant haben sich uns vorgestellt und uns erklärt, was auf uns zu kommt und welche Regeln wir einhalten müssen. Danach haben wir unsere Zimmer bezogen und uns um 16:15 Uhr in einem Gruppenraum wiedergetroffen. Als erstes haben wir eine kleine Vorstellungsrunde gemacht, jedoch nicht so langweilig wie sonst immer, sondern mit Bildern, die in uns etwas hervorgerufen haben, wie z.B. Kindheitserinnerungen etc. Diese sollten wir dann er Gruppe erzählen. Später sollten wir das Bild dann vor uns auf den Boden legen und haben dann nach und nach Symbole bekommen, die wir darauf legen sollten: ein Glasherz für das was uns am liebsten ist, einen Filzstern für das, was wir uns für die Tage wünschen, eine Walnuss für etwas in unserem Leben, was zu knacken ist, um an einen wertvollen Kern zu kommen und eine kleine schwarze Spielfigur als Symbol für einen Mönch. Hierbei sollten wir sagen, was wir mit dem Wort „Kloster“ verbinden. Danach wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt und uns wurde die Aufgabe gestellt einen Turm zu bauen, der dem der anderen Gruppe ziemlich ähnlich sieht. Um das hinzubekommen hatten wir insgesamt zehn Minuten Zeit (die wir uns in immer jeweils zwei Minuten unterteilt haben), um uns zu besprechen, wie wir am besten vorgehen. Am Ende sahen unsere Türme trotzdem nicht identisch aus, weil jeder anders ist und seine eigene Fantasie hat.
Um 18:45 Uhr gab es Abendessen und um 19:40 Uhr haben wir uns im Meditationsraum zusammengefunden. Dort haben wir den Tag mit einer Station am Abend abgeschlossen, indem wir ein kleines Lichtchen für jemanden angezündet haben und einen kleinen Edelstein daneben gelegt haben und uns an etwas Schönes an dem Tag erinnern sollten. Außerdem haben wir Musik aus Taizé gehört und uns wurde eine kleine Geschichte vorgelesen. Das hört sich kindisch an, doch diese Geschichten waren sehr tiefsinnig.
Der nächste Tag (05.10.) hat damit angefangen, dass wir um 7:45 Uhr eine Station am Morgen im Meditationsraum hatten. Uns wurde wieder eine Geschichte vorgelesen, die mit dem Thema „Wer bin ich?“ zu tun hatte und wir haben beruhigende Musik gehört.
Direkt danach, um 8:00 Uhr, gab es Frühstück. Um 9:15 haben wir uns dann wieder im Gruppenraum zusammengefunden. Zum Einstieg durften wir zwischen einem roten, einem gelben und einem grünen Männchen entscheiden und sollten damit unsere Stimmung beschreiben. Kurz darauf haben wir eine Traumreise gemacht, in der wir an schöne Erlebnisse denken sollten. Dazu haben wir dann ein Bild mit Ölfarben gemalt, indem wir unsere Gefühle dargestellt haben oder aufgemalt haben was wir in unserem Tagtraum gesehen haben. Danach haben wir zum Thema des Tages „Wer bin ich?“ das Lebensbuch bekommen. Wir hatten eine Stunde Zeit um es auszufüllen und durften in dieser Zeit nicht reden, da wir alleine über uns nachdenken und auch selbst beurteilen sollten, wie andere über uns denken.
In dem Lebensbuch wurden tiefgründige Fragen über jegliche Gefühle und dein Leben gestellt, wie es der Name schon verrät. Z.B. „Was bedeutet es für mich, glücklich zu sein? Wovon hängt mein Glück ab? Was kann ich selbst dazu beitragen, in meinem Leben glücklich zu werden?“ oder „Welche Träume und Wünsche habe ich für die Zukunft?“ etc.
Als die Stunde ‚rum war haben wir uns wiedergetroffen, unsere Bilder kurz besprochen, etwas kurzes zum Lebensbuch gesagt und ein Feedback über die gesamte Arbeitseinheit des Vormittags gegeben.
Um 12:30 Uhr haben wir dann zu Mittag gegessen.

Insgesamt fand ich die Besinnungstage klasse! Es hat sehr viel Spaß gemacht und das lag sowohl an der Gruppe als auch am Programm und den vielen netten Menschen dort. Es war das genaue Gegenteil zum Schulalltag. Alles war super entspannend und jeder wurde respektiert, wie er ist. Keiner musste sich in irgendeiner Art verstellen und so tun als wäre alles prima, denn Tränen sind auf Besinnungstagen ziemlich normal, da jedes Gefühl irgendwann mal raus muss. Es ist überhaupt nicht schlimm zu weinen und wenn man nur einmal bewusst drüber nachdenkt oder einfach mal offen drüber reden kann geht es einem später mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit besser. Mit dem Lebensbuch konnten wir uns alles von der Seele reden und haben uns darauf viel besser und befreiter gefühlt.

Zusammengefasst war es die beste Idee mit nach Meschede zu fahren, da es mir auch für meine Zukunft viele Vorteile verschafft hat. Somit kann ich diese Fahrt nur weiterempfehlen!
An alle 9er: Macht da mit! Fahrt mit nach Meschede und lasst euch überraschen wie viel Spaß es macht! Jeder kann teilnehmen, egal welche Religion, denn ihr werdet nicht viel mit Religion und allem was damit zu tun hat, machen. Es geht dort nur um euch. Um eure Vergangenheit, eure Gegenwart und um eure Zukunft.

Liebe Grüße 😉

Hallo, mein Name ist Eva. Ich war eins von acht Mädchen der EF, die auf Besinnungstage ins Benediktiner Kloster in Meschede gefahren sind. Dies ist der zweite Teil des Berichts. Über den Anreisetag und den nächsten Tag bis zum Mittagessen hat bereits Lilli berichtet.
Nach dem Mittagessen hatten wir eine längere Pause ca. 1,5 Stunden, in dieser Zeit hätten wir in die Innenstadt laufen können, die 10 Minuten vom Kloster entfernt war, das Wetter war allerdings nicht so besonders, aus diesem Grund blieben wir alle in der Oase. Wir unterhielten uns viel über das Lebensbuch, welches wir vorher gemacht hatten und entspannten mit Musik und Spielen. Um 15:30 Uhr hatte Bruder Benedikt eine kleine Überraschung für uns, er und sein Jahrespraktikant hatten Waffeln für uns gemacht, welche sehr lecker waren. Danach haben wir unser eigenes Wappen entworfen, welches vier Themenbereiche hatte: ein Brief an die Erde, was wir ihr für die Zukunft wünschen, ein Lebenssloagen entwickeln, eine Bucket-List anfertigen, unsere Werte für die Zukunft. Dies wurde verschieden erarbeitet, teilweise in der Gruppe oder auch mal mit Symbole oder Bildern. Es war sehr kreativ und abwechslungsreich. Außerdem konnten wir sehr viel miteinander reden und uns gegenseitig austauschen. Nach dieser Arbeit gab es eine kleine Pause und dann Abendessen. Das Essen war immer sehr lecker und es war für jeden etwas dabei. Nach dem Abendessen gingen wir in den Meditationsraum, wo wir Psalmen im Wechsel gesprochen haben und den Tag Revue passieren lassen haben. Somit war das Programm beendet und wir sind in den Gemeinschaftsraum gegangen und haben Spiele gespielt und ein wenig zur Musik getanzt.
Am nächsten Morgen begann die Morgenmeditation um 7:45 Uhr, bei der wir eine Geschichte, ein Lied und ein Gebet gehört haben und danach gab es Frühstück, wie immer sehr lecker. Anschließend wurden die Zimmer geräumt und danach hatten wir unsere zweite Traumreise, die aber kein richtiges Thema hatte. Nach einer kleinen Pause trafen wir uns, damit uns Bruder Benedikt eine kleine Präsentation über das Klosterleben, da wir sehr interessiert waren und ihn danach gefragt hatten. Die folgende Präsentation handelte von der Oberstufenakademie, die im Kloster angeboten wird. Anschließend schauten wir uns eine Gebetszeit der Mönche an und aßen danach zu Mittag. Nach dem Mittagessen stand nur noch die Heimreise an.
Wir alle waren sehr entspannt bei der Abreise, die Tage haben sehr gut getan und man hat mehr über die anderen erfahren. Außerdem konnte man sich über andere Dinge als Schule unterhalten. Dazu kommt noch, dass ganz andere Lernmethoden verwendet werden als in der Schule. Es ist sehr empfehlenswert an den Besinnungstagen teilzunehmen. Es hat auch nicht so viel mit Glauben und Religion zu tun wie man anfangs denkt. Dazu kommt noch, dass die Oase sehr gepflegt ist und die Gastfreundschaft wirklich toll ist.