Unsere ehemalige Lehrerin Christa Wuttke ist verstorben

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Am 17.12.2015 verstarb Frau Christa Wuttke.
Die kenne ich nicht, werden viele Schüler und aktive Kollegen denken.
Aber eins kennen alle: die Plastik an der rechten Seite vor dem Eingang zum Schulhof des alten Franz-Stock-Gymnasiums. Dieses Kunstwerk hatte Frau Wuttke zusammen mit Schülern erstellt, und sie wünschte sich zu ihrem Abschied, dass die Schule es an einem passenden Platz aufstellen möge.
Frau Wuttke arbeitete als Kunsterzieherin seit dem 1.2.1979 am FSG. Vorher war sie Kindergärtnerin und freischaffende Künstlerin mit dem Schwerpunkt plastische Gestaltung gewesen. Mit 37 Jahren begann sie dann ihr Studium mit den Fächern Geschichte und Kunst für das Lehramt SI. Am FSG herrschte 1979 großer Lehrermangel im Fach Kunst, so dass Frau Wuttke gebeten wurde, sofort als Kunsterzieherin am FSG anzufangen.
Zusammen mit einem Kollegen bildete sie die gesamte Fachschaft Kunst. Das führte dazu, dass sie alle Klassen der SI in Kunst unterrichtete. Sie brachte neue Ideen für den Kunstunterricht mit an unsere Schule und unterrichtete die Schüler nicht nur im „klassischen“ Malen und Zeichnen, sondern auch im Arbeiten mit Holz, Speckstein, Ton und anderen Materialien.
Unvergesslich wird für viele Schüler der Gebrauch höchst ungewöhnlicher „Rohstoffe“, z.B. von Bau- und Zaunlatten, im Unterricht sein, deren Transport sich für sie oft schwierig gestaltete.
Außerhalb der Schule war Frau Wuttke auch weiterhin als Künstlerin erfolgreich tätig, was zahlreiche Objekte und Ausstellungen unterstreichen. Sie war gern Lehrerin und hielt den Beruf der Kunsterzieherin für einen wunderbaren Beruf, da man im Kunstunterricht Schüler von einer ganz anderen Seite kennenlerne und einen ganz anderen Zugang zu ihnen bekomme.
Dies zeigte sich auch in der Zeit ihrer Pension – Frau Wuttke ging 1997 in den Ruhestand -, wo Schüler, die Kunst studieren oder auch künstlerisch gerne tätig werden wollten, noch immer den Kontakt zu ihr suchten.
Somit wird nicht nur das Kunstwerk im Eingangsbereich eine Erinnerung an Frau Wuttke bleiben.

Martin Flormann