“Gemeinschaft stärken, Vielfalt ermöglichen, Verantwortung übernehmen!”

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Das ist das Motto der SV für das Schuljahr 2014/15: Eine aktive Schulgemeinde kann nur dort entstehen, wo Menschen sich für die Gemeinschaft einsetzen, Verantwortung für sich und andere übernehmen, aber dabei auch Vielfalt ermöglichen und fördern.

Magnus Meyer (EF) & Hannah Sperling (Q 1) sind jetzt seit einem halben Jahr die gewählten Schülersprecher des FSG.

In dieser Zeit ist vieles bewegt worden. In dem folgenden Bericht schildern sie neben einigen Aktionen des ersten Halbjahres auch Schwerpunkte ihrer SV-Arbeit und geben einen Ausblick auf das kommende Halbjahr.

“PS: Der Rasen befindet sich in einer wichtigen Wachstumsperiode!”

Rasen

“So fing es damals an, denn das war die erste Durchsage, die wir als Schülersprecher an unserer Schule zusammen gemacht haben. Ob wir da wohl schon genau wussten, was noch alles passieren würde, bis der Rasen langsam, aber sicher und ganz poetisch (so nach Goethe und Schiller) zur Metapher für unsere SV wurde?

Das letzte halbe Jahr war zwar stressig, aber wir Schülersprecher haben versucht, das Beste aus allen unseren Aktionen zu machen.

Was uns dabei wichtig war?

Mit all dem, was wir tun, versuchen wir, unsere Schulgemeinde ein bisschen präsenter und aktiver zu machen. Wir repräsentieren als Schülersprecher zwar die Schülerschaft, brauchen dabei aber auch deren Unterstützung. Dafür müssen wir auf alle sich engagierenden Schüler zählen können und gleichzeitig versuchen, immer mehr Leute in unsere Aktionen mit einzubinden.

Dafür müssen wir an dieser Stelle all den Leuten danken, die uns bisher unter die Arme gegriffen haben. Es ist eine riesige Hilfe für uns, nicht alleine da zu stehen, wenn wir am Elternsprechtag Waffeln verkaufen oder am Tag der offenen Tür das Catering übernehmen.

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Natürlich würden wir das ohne unsere vier SV-Lehrerinnen überhaupt erst gar nicht alles schaffen.

Bei diesen genannten Aktionen ging es vor allem darum, Traditionen der SV beizubehalten. Wir haben uns jedoch nicht nur als Ziel gesetzt, die ursprünglichen Aufgaben so zu übernehmen, sondern haben uns noch so einige andere Dinge vorgenommen. Wir versuchen, das Schulleben ein bisschen aufregender zu gestalten – beispielsweise haben wir an Nikolaus den Schülern angeboten, Nikoläuse an ihre Freunde zu verschenken.

FAIR-TRADE

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Dabei haben wir im Gegensatz zu den vorherigen Jahren besonderen Wert darauf gelegt, Fair Trade-Nikoläuse zu kaufen. Denn um unsere Schule zu einem guten Beispiel für Andere zu machen, wollen wir eine Fair-Trade-Schule werden. Uns liegt es persönlich sehr nahe, dass wir bereits in der schulischen Laufbahn den Schülern Eindrücke vermitteln wollen, die ihnen fürs Leben helfen. Um uns und damit allen anderen die Vorteile von fair gehandelten Lebensmitteln und materiellen Gütern vor Augen zu führen, werden wir auch in Zukunft versuchen, einen Schwerpunkt auf dieses Thema zu legen.

Bei den verschiedenen anderen Events, die hier an der Schule stattfinden (zum Beispiel der bereits erwähnte Tag der offenen Tür) verkaufen wir ebenfalls Fair-Trade-Getränke, um auch den Grundschulkindern, welche vielleicht bald an unserer Schule sind, ein Bild davon zu machen, wofür wir uns einsetzen wollen.

TAFEL-AKTION

 

Ein weiteres Beispiel ist die Tafel-Aktion. Die SV hat alle Klassen des Franz-Stock-Gymnasiums aufgerufen, bei der Tafel-Aktion mitzumachen. Die Tafel unterstützt  – nicht nur zur Weihnachstzeit – Menschen, denen es nicht so gut geht mit Lebensmitteln. Auch hier bei uns gibt es viele Familien, die unter großer Armut leiden müssen. Daher war uns klar, dass wir helfen wollten.

Bei der Aktion wurden über 40 Kartons gesammelt. Spitzenreiter war die Klasse 5b mit allein 11 Karton. Diese haben wir am 16.12.2014 an “die Tafeln e.V.” in Neheim übergeben. Die Freude und die Dankbarkeit waren riesig!

Im Gespräch mit Ulla Brüne, die seit 2003 dabei ist und sich um die Buchhaltung kümmert, wurde eines deutlich: Hinter den Zahlen stecken die Schicksale vieler Menschen. Denn neben dem finanziellen Aspekt spielt vor allem der soziale Aspekt eine Rolle: Bei den Tafeln bekommen die Menschen nicht nur günstige Lebensmittel, sondern sie finden auch jemanden, mit dem sie Gespräche führen können.

Gemeinschaft, Vielfalt, Verantwortung

Um ehrlich zu sein, ist das alles unglaublich viel Arbeit. Manchmal denkt man sich, dass man jetzt genauso gut andere Dinge machen könnte – sich mit Freunden treffen, ein bisschen mehr Freizeit haben, was auch immer. Es ist eine enorme Verantwortung, die man als Schülersprecher trägt. Aber wenn man genau überlegt, ist es das alles wert.

Einfach aus dem Grund, weil man in der SV neue Leute kennenlernt, mit denen die ganzen Aktionen umso mehr Spaß machen, weil man genau weiß, dass alle zusammen etwas auf die Beine stellen wollen. Schulgemeinschaft kann man nirgendwo sonst so stark erleben.

Wenn jemand nachfragt, wie man sowohl SV als auch Schule unter einen Hut bringt – nun ja, um genau zu sein ist die SV doch Schule und Schule ist die SV. 

Man investiert seine Freizeit umso lieber in die Aktionen der Schülervertretung, wenn man weiß, dass man damit etwas bewirken kann. Und genau deswegen macht es einen letztendlich einfach nur unglaublich stolz, auf die Anfänge von dem zurückzublicken, was wir bis jetzt geleistet haben.

Aktionen für das zweite Halbjahr

Im zweiten Schulhalbjahr werden wir mit den SV-Schülern und allen anderen Interessierten an Valentinstag (ganz nach unseren Vorstellungen in schicken Anzügen und Kleidern) Fair-Trade-Rosen verteilen.

An Karneval ist eine Feier für die fünften und sechsten Klassen geplant, wobei wir uns wohl unsere Nasen rot anmalen müssen und in übergroßen Schuhen über den Schulhof rennen werden. Verrückt, wie abwechslungsreich unser Schulalltag ist.

Natürlich freuen wir uns auch schon auf die Konzerte und Literaturaufführungen, bei denen wir uns heimlich in die Aula schleichen können, um zuzuhören, wenn gerade niemand etwas zu trinken oder zu essen haben möchte. Das Catering hat seine Vorteile!

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Und letztendlich kann man es gar nicht in Worte fassen, wie glücklich wir sind, allen mitteilen zu dürfen, dass wir die Toiletten an unserer Schule renovieren wollen. Allerdings hoffen wir immer noch, dass sich noch mehr Schüler melden, um uns dabei zu unterstützen – entweder mit Ideen oder mit zwei Händen zum Anpacken. An dieser Stelle dürfen sich Alle angesprochen fühlen!

Um diese Abhandlung über die SV zu beenden, lässt sich zum Schluss nur sagen, dass wir beide – Magnus und Hannah – wirklich dankbar für jede Unterstützung sind. Alleine hätten wir uns wahrscheinlich ein wenig überfordert gefühlt. Dank Kassenwartinnen, Stellvertretern und SV-Lehrerinnen wird jeder zweite Mittwoch nicht nur organisatorisch für alle Aktionen relevant, sondern auch wirklich lustig.

Als Team lässt sich so einiges schaffen; das gilt nicht nur für die SV – wir sollten es uns als Schulgemeinschaft ganz besonders auf die Fahnen schreiben!

Auf ein weiteres halbes Jahr voller Aktionen und Lernen fürs Leben –

Eure Schülersprecher

Hannah und Magnus”