Kapitel 2: Leitziele

2.1 Leitziele

2.1.1 Lehren, Lernen, Leisten

2.1.1.1 Wir bauen eine fundierte fachliche und fachübergreifende Wissensbasis auf.
2.1.1.2 Wir gestalten Wissen aufeinander aufbauend und anschlussfähig.
2.1.1.3 Wir schulen Fähigkeit zum selbstständigen Lernen.
2.1.1.4 Wir fördern Methoden- und Medienkompetenz.
2.1.1.5 Wir unterstützen eine positive Einstellung zur Leistung.
2.1.1.6 Wir verbinden Lernen und Leisten mit Beratung.
2.1.1.7 Wir machen Leistungsanforderungen durch Bewertungsstandards transparent und vergleichbar.
2.1.1.8 Wir sichern unterrichtliche Qualität und Standards durch Fortbildung und innerschulische Kooperation.

2.1.2 Individuelle Förderung

2.1.2.1 Wir berücksichtigen unterschiedliche Begabungen und Lernvoraussetzungen im Unterricht.
2.1.2.2 Wir werden individuellen Lernprozessen durch adressatengerechte Wahlangebote gerecht.
2.1.2.3 Wir sichern Lernen in ruhiger Lernatmosphäre mit Raum und Zeit für persönliche Erfahrungen.
2.1.2.4 Wir bieten Lern- und Studienzeiten sowie Gelegenheit um eigenverantwortlichen Arbeiten an.
2.1.2.5 Wir begleiten Übergänge und Wiederholungen pädagogisch.
2.1.2.6 Wir bereiten auf Studium und Beruf durch Berufsorientierung vor.

2.1.3 Werteorientierung

2.1.3.1 Wir achten darauf, dass humane Grundwerte durch konkrete Erfahrung im Umgang miteinander gelernt werden.
2.1.3.2 Wir fördern ein Klima gegenseitiger Wertschätzung und Achtung.
2.1.3.3 Wir unterstützen die Wahrnehmung sozialer Verantwortung.
2.1.3.4 Wir leiten dazu an, dass Verantwortung für das eigene Handeln übernommen wird.
2.1.3.5 Wir achten darauf, dass gemeinsam Regeln entwickelt und beachtet werden.
2.1.3.6 Wir unterstützen die Schüler dabei, Vertrauen zu sich selbst gewinnen.
2.1.3.7 Wir fördern eine positive Lebenseinstellung.
2.1.3.8 Wir setzen die gemeinsame Verpflichtung von Eltern und Schule bei der Erziehung um.
2.1.3.9 Wir helfen bei schulischen und persönlichen Konfliktsituationen beratend.

2.1.4 Mitarbeit und Kooperation

2.1.4.1 Wir stärken Kommunikationsfähigkeit und Zusammenarbeit der Schüler.
2.1.4.2 Wir verstehen Lehren und die Gestaltung von Unterricht als gemeinsame Aufgabe von Fachkollegen, Schülern und Eltern.
2.1.4.3 Wir fördern die Mitgestaltung und Mitverantwortung von Schülern und Eltern.
2.1.4.4 Wir werden bei unserer Bildungs- und Erziehungsarbeit von nichtlehrendem Personal unterstützt.
2.1.4.5 Wir stärken durch Kooperation und Mitarbeit die Identifikation mit unserer Schule.
2.1.4.6 Wir kooperieren auch durch Einbindung in pädagogische Netzwerke mit anderen Schulen.

2.1.5 Evaluation und Zielsetzung

2.1.5.1 Wir verstehen Schulentwicklung als kontinuierlichen, andauernden Prozess.
2.1.5.2 Wir reflektieren das Schulprogramm in regelmäßigen Abständen umfassend (alle 4-6 Jahre).
2.1.5.3 Wir legen jährliche Entwicklungsziele im Rahmen der ersten Schulkonferenz jedes Schuljahres fest.
2.1.5.4 Wir evaluieren die Entwicklung unseres Schulprogramms und aktualisieren es regelmäßig.
2.1.5.5 Wir prüfen, ob alle Mitglieder der Schulgemeinde die Grundsätze des Schulprogramms beachten.

2.2 Umsetzung der Leitziele

Die konkrete Umsetzung der Leitziele in der schulischen Arbeit wird im Folgenden zusammengestellt. Anhand dieser einzelnen Bildungsstandards kann die Qualität der pädagogischen Arbeit an unserer Schule mittels Kriterien gemessen und beurteilt werden.

2.2.1 Bereich „Lehren, Lernen und Leisten“

2.2.1.1 Schullehrpläne und Unterrichtssequenzen

  • Ziele, Inhalte, Kompetenzerwerb und Anwendungsbezug in den einzelnen Unterrichtsfächern werden in den Schullehrplänen für die einzelnen Fächer festgelegt, welche sich an den vorgegebenen Bildungsstandards und Kernlehrplänen orientieren.
  • Durch die aufeinander aufbauenden Schullehrpläne der einzelnen Jahrgangsstufen wird die Anschlussfähigkeit der Wissensbasis im Laufe des gymnasialen Bildungsgangs gesichert;
  • Durch Veröffentlichung sind die Schullehrpläne für Lehrer, Schüler und Eltern gleichermaßen transparent und zugänglich.
  • Die Schullehrpläne werden entsprechend der jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben kontinuierlich weiterentwickelt.
  • Aufbauend auf den Schullehrplänen werden von den Fachschaften für die Fächer in den einzelnen Jahrgangsstufen Unterrichtssequenzen abgestimmt, welche im Einzelnen für alle Fachlehrkräfte verbindliche, aber auch frei wählbare Themen beinhalten. Diese Unterrichtssequenzen stehen allen Fachlehrkräften zur Verfügung und werden gemeinsam weiterentwickelt.
  • Unterrichtsvorhaben werden möglichst mit der Lebenswelt der Schüler verknüpft.
  • Die Fachschaften erstellen ‐ bezogen auf die abgestimmten Unterrichtssequenzen ‐ gemeinsam nutzbares Unterrichtsmaterial für individuelle Lernwege und eigene Lösungsmöglichkeiten im planmäßigen Unterricht.
  • Die Fachschaften stellen Lernmaterialien für Vertretungsunterricht sowie für eine individuelle Förderung und vertieftes Lernen bereit.
  • Fachübergreifendes Lernen wird zum einen durch Absprachen zu einzelnen Unterrichtsthemen zwischen den Fachschaften bei den abgestimmten Unterrichtssequenzen gesichert. Zum anderen wird durch Fächer verbindende Differenzierungskurse und Einzelprojekte ein über das Fach hinausgehendes Lernen ermöglicht.
  • Im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich werden sowohl in der Mittelstufe als auch in der Oberstufe ökonomische Inhalte und Kompetenzen vertieft behandelt.

2.2.1.2 Kompetenztraining

  • In der Erprobungsstufe findet ein klassengebundenes Training in den Bereichen Methoden und Kommunikation statt.
  • In der unteren Mittelstufe ergänzt ein klassengebundenes Training im Bereich Teamfähigkeit die allgemeine Kompetenzförderung.
  • Selbstständiges Arbeiten und Lernen wird durch offene Lernformen und Organisationshilfen gefördert.
  • Im Unterricht wird auf strukturierte und funktionale Zusammenarbeit der Schüler und auf kooperative Arbeitsweisen geachtet.
  • Eine Erweiterung von Kompetenzen erfolgt im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften und Neigungsgruppen des offenen Ganztags.
  • Projektorientiertes selbstständiges Arbeiten steht im Vordergrund der verschiedenen fächerübergreifenden Differenzierungskurse in der Mittelstufe.
  • Außerschulische Lernorte sowie externe Experten werden in den Fachunterricht eingebunden.
  • In der Oberstufe werden in Workshops Formen wissenschaftlichen Arbeitens zur Erstellung einer Facharbeit geschult.
  • Vielfältiger Einsatz von Medien und Arbeitsmittel unterstützen zielorientiert und schülernah die Unterrichtsgestaltung.
  • Für die Nutzung von Fachbüchern und die Förderung der Lesekompetenz steht eine Schülerbibliothek zur Verfügung.
  • Die Kooperation der Schule mit der Stadtbibliothek erweitert die Nutzungsmöglichkeiten von Büchern.
  • Der Umgang mit Digitalen Medien wird unterrichtsgebunden geschult.
  • Eine kritische Reflexion und rechtliche Aufklärung zum Gebrauch von Kommunikationsmedien erfolgt in der Mittelstufe – ggf. in Kooperation mit der Kreispolizeibehörde.
  • Im Politikunterricht der Mittelstufe wird der Umgang mit legalen und illegalen Drogen thematisiert, ggf. in Kooperation mit der Drogenberatungsstelle „Wendepunkt“.
  • Bei Konflikten innerhalb einer Lerngruppe wird sozialintegratives Verhalten im Rahmen von Gruppen‐Sozialtrainings gefördert.

2.2.1.3 Schulspezifische Bildungsangebote

  • Wir bieten englisch-bilingualen Unterricht von der Klasse 5 bis zum Abitur an.
  • Im mathematisch‐naturwissenschaftlichen Bereich erfolgt für interessierte Schüler eine besondere Förderung durch den Besuch von vertiefenden „MINT‐Modulen“ in der Klasse 7 – für alle Schüler gibt es auch die Angebote jugend forscht sowie Technik-, Programmier- und Robotikkurse im offenen Ganztag.

2.2.1.4 Leistungskonzept

  • Alle Fachschaften beschließen auf der Basis der rechtlichen Vorgaben verbindliche und vergleichbare Bewertungsgrundsätze für die schriftlichen Leistungsnachweise sowie für die sonstigen Mitarbeitsleistungen.
  • Die Bewertungsgrundsätze der Schülerleistungen beziehen sich sowohl auf Inhalte als auch auf Kompetenzen.
  • Durch Veröffentlichung auf der Homepage sind die Bewertungsgrundsätze für Lehrer, Schüler und Eltern gleichermaßen transparent und zugänglich.
  • Klassenarbeiten und Klausuren werden im kooperativen Miteinander ausgetauscht und diskutiert.
  • Wenn organisatorisch möglich werden in den einzelnen Jahrgangsstufen parallel Klassenarbeiten (in der Sek I nach Absprache) oder Klausuren (in der Einführungsphase werden alle Klausuren eines Faches parallel geschrieben; in der Q1 und Q2 jeweils die Grundkurse) geschrieben.
  • Die Bewertung von schriftlichen Arbeiten enthält eine Rückmeldung, aus der neben den noch erkennbaren Defiziten besonders auch die bereits vorhandenen Stärken erkennbar werden.
  • Es findet in Form von individuellen Gesprächsterminen und Elternsprechtagen eine Beratung von Schülern und Eltern bezüglich des Leistungsstands und der Fördermöglichkeiten statt.
  • Die Leistungen bei freiwilligen Unterrichtsveranstaltungen werden in Stufen bewertet und auf dem Zeugnis dokumentiert.
  • Besondere fachliche Leistungen durch die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben erfahren eine gesonderte Anerkennung.
  • Besondere Leistungen beim sozialen Engagement werden auf dem Zeugnis dokumentiert.
  • Freiwillige besondere Leistungen können auf der Homepage veröffentlicht werden.

2.2.2 Bereich „Persönlichkeitsentfaltung und individuelle Förderung“

2.2.2.1 Unterstützung eines individuellen und aktiven Lernprozesses

  • Lern‐ und Entspannungszeiten werden in einem abgestimmten Rhythmus über den Schultag verteilt.
  • Im Fachunterricht wird durch Binnendifferenzierung in Form offenen Unterrichts sowie durch Aufgaben mit unterschiedlichen Zugängen und Schwierigkeitsgraden der individuelle und aktive Lernprozess gefördert.
  • In der Sekundarstufe I ist eine tägliche Studienzeit in der Organisationsform eines Förderbandes zur Förderung des individuellen und selbstständigen Lernens in den Stundenplan integriert.
  • Für Schüler werden durch die Fachschaften themenbezogene Lernmaterialien für eigenverantwortliches Arbeiten bereitgestellt.

2.2.2.2 Wahlangebote und zusätzliche Lernanreize
Wahlangebote beim Pflichtunterricht

  • Die Schüler können in der Erprobungsstufe, in der Mittelstufe und in der Oberstufe eine zweite bzw. dritte Fremdsprache wählen.
  • Der Werkstattunterricht in der Erprobungsstufe ermöglicht die Wahl zwischen verschiedenen musisch‐kreativen, sportlichen oder technisch‐handwerklichen Unterrichtskursen.
  • Das Angebot für die Differenzierungskurse der Mittelstufe ist vielfältig und ermöglicht einen projektorientierten, Fächer verbindenden Unterricht.
  • In der gymnasialen Oberstufe besteht ein breites Wahlangebot bei den Grund‐ und Leistungskursen.

Wahlangebote zur Begabtenförderung

  • In Englisch können Schüler am Zertifikatskurs Cambridge ESOL, in Französisch am Zertifikatskurs DELF teilnehmen.
  • Als MINT‐EC kann unsere Schule die Teilnahme an bundesweiten MINT‐EC‐Schülercamps ermöglichen.
  • Es wird die Teilnahme von Schülern und deren Betreuung an Wettbewerben aus unterschiedlichen Bildungsbereichen gefördert und deren erfolgreiche Teilnahme besonders geehrt.
  • Schüler haben die Möglichkeit auf Antrag eine Jahrgangsstufe zu überspringen.
  • Für das interessenbasierte Vertiefen werden in der Qualifikationsphase Projektkurse angeboten.
  • Besonders begabte Schüler werden ermuntert besondere Lernleistungen zu erbringen und selbige in die Abiturprüfung einzubringen.

Wahlangebote beim freiwilligen Zusatzunterricht

  • Durch die Bildung von Arbeitsgemeinschaften können Schüler zusätzliche Lernanreize zu Themen außerhalb der Lehrpläne erfahren und eigene Interessenschwerpunkte verwirklichen.
  • Das vielfältige Angebot von Neigungsgruppen aus unterschiedlichen Bereichen in der offenen Ganztagsbetreuung ermöglicht den Schülern eine individuelle Auseinandersetzung im musisch‐kreativen, sportlichen, naturwissenschaftlichen, technischen oder handwerklichen Bereich.
  • Die aktive Teilnahme an Konzert‐ und Theateraufführungen ermöglicht den Schülern, ihre musisch‐kreativen Fähigkeiten zu präsentieren.
  • Schüler der Jahrgangsstufe 8 können an einer zertifizierten Zusatzausbildung als Streitschlichter teilnehmen.
  • Für Schüler der Jahrgangsstufe 9 wird ein freiwilliger Rechtskundeunterricht angeboten.
  • Schüler können sich zum Medienscout (ab Klasse 8) oder zum Mediencounselor (zwei pro Klasse) ausbilden lassen.

2.2.2.3 Beratung und Lernhilfen
Beratung

  • In jedem Schulhalbjahr werden Elternsprechzeiten in der Schule durchgeführt.
  • Individuelle Sprechtermine können mit jedem Lehrer vereinbart werden.
  • Zum Halbjahreszeugnis wird von den Schülern mit nicht ausreichenden Leistungen eine schriftliche Selbsteinschätzung ihrer Stärken und Schwächen vorgenommen.
  • Im Zusammenhang mit den Zeugnissen erhalten Schüler mit nicht ausreichenden Leistungen von den betreffenden Fachlehrern schriftliche Lern‐ und Förderempfehlungen.
  • Stärken und Schwächen werden mit geeigneten Instrumenten diagnostiziert.
  • Für die individuelle Unterrichts‐/Leistungsberatung stehen Beratungslehrer zur Verfügung.
  • Psychosoziale Problemberatung und Krisenintervention wird durch die Schulsozialpädagogin unterstützt.
  • Die schuleigenen Beratungskräfte arbeiten im Einzelfall schulintern mit den Lehrern und schulextern mit Jugendhilfe, Familienzentrum Marienfrieden und der Schulberatungsstelle zusammen.

Lernhilfen

  • Als Hilfe für die Lernorganisation steht für alle Schüler der Sekundarstufe I ein schuleigener Lernplaner zur Verfügung.
  • Bei Einzelfällen mit besonderen Problemlagen werden individuelle Förderpläne erstellt.
  • Für das Aufarbeiten von Lerndefiziten kann das Förderprojekt „Schüler helfen Schüler“ in Anspruch genommen werden.

2.2.2.4 Übergänge begleiten
Übergang Grundschule Gymnasium

  • Jedes Jahr werden die Bildungs‐ und Fördermöglichkeiten der Schule während eines „Tages der offenen Tür“ präsentiert.
  • Nach der Anmeldung wird durch die Erprobungsstufenkoordinatorin eine individuelle Vorabberatung durchgeführt.
  • Kurz vor den Sommerferien werden die Schüler und Eltern der zukünftigen Klassen 5 zu einem Kennenlern‐Nachmittag eingeladen.
  • Das Einführungsprogramm während der ersten Schulwoche nach den Sommerferien dient der Orientierung an der neuen Schule und dem weiteren Kennenlernen in der neuen Klassengemeinschaft.
  • Im Rahmen einer Klassenfahrt der Jahrgangsstufe 5 findet ein Sozialtraining zum Thema „Kennenlernen, Klassengemeinschaft gestalten“ statt.
  • Die ersten Erprobungsstufenkonferenzen nach dem ersten Quartal des Schuljahrs werden gemeinsam mit den ehemaligen Grundschullehrern durchgeführt.

Übergang Sekundarstufe I – Gymnasiale Oberstufe

  • Im zweiten Halbjahr der Jahrgangsstufe 9 finden allgemeine und individuelle vorbereitende Schüler‐ und Elternberatungen über den Bildungsgang in der gymnasialen Oberstufe statt.
  • Auf regelmäßigen Stufenversammlungen werden die Schüler über anstehende notwendige Organisationsschritte in der Einführungs‐ und Qualifikationsphase sowie im Abitur informiert.
  • Jeder Schüler wird im Laufe der Oberstufe bis zum Abitur individuell begleitet und beraten.
  • Zum Aufarbeiten von Lerndefiziten können den Schülern Vertiefungskurse angeboten werden.

2.2.2.5 Berufsorientierung/Berufswahlvorbereitung

  • Die Berufsorientierung umfasst verschiedene aufeinander aufbauende Module von der Jahrgangsstufe 8 bis zur Jahrgangsstufe 11.

Jahrgangsstufe 8:

  • Es stehen inhaltlich die schulischen Bildungsgänge und Ausbildungsmöglichkeiten nach dem mittleren Abschluss im Vordergrund.
  • Es wird im Deutschunterricht ein Projekt „Bewerbungsschreiben und Lebenslauf“ durchgeführt.
  • Jeder Schüler nimmt an den Maßnahmen des Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)“ teil.
  • In einem Berufswahlpass werden die während der weiteren Schullaufbahn fortlaufend erworbenen Kompetenzen und Zertifikate dokumentiert.

Jahrgangsstufe 9:

  • Im Mittelpunkt des Politikunterrichts steht das Thema „Wirtschaft und Arbeitswelt“.
  • Betriebserkundungen in Industrie‐ und Dienstleistungsunternehmen ergänzen den Wirtschaftsunterricht.
  • Die Schüler lernen bei einem Besuch des BIZ in Meschede dessen Berufsorientierungsangebote kennen.

Jahrgangsstufe 10 (Einführungsphase):

  • Die Schüler erlernen den Umgang mit dem schuleigenen elektronischen Berufsorientierungsportals.
  • Während der zwei Berufsorientierungstage erhalten die Schüler Informationen zu vielen verschiedenen Berufsfeldern von erfahrenen Berufspraktikern und Experten.
  • Einblicke in die Arbeitswelt und Betriebsabläufe erhalten die Schüler während eines zweiwöchigen Betriebspraktikums.
  • In Kooperation mit der örtlichen Agentur für Arbeit wird regelmäßig eine individuelle Berufsberatung durchgeführt.

Jahrgangsstufe 11/12 (Qualifikationsphase):

  • Die gesamte Jahrgangsstufe 11 besucht den Hochschultag der Universität Münster.
  • Es finden fachbezogene Exkursionen zu Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen statt.

 

2.2.3 Bereich „Werteorientierung und Verantwortung“

2.2.3.1 Werteorientierung in der Schule
Einhaltung gemeinsamer Regeln

  • Für alle Schüler gilt die Einhaltung der Hausordnung.
  • In jeder Klasse werden Klassenregeln entwickelt und eingehalten.
  • Die Nichteinhaltung der Vereinbarungen, der Hausordnung und der Klassenregeln führt zu erzieherischen Konsequenzen.
  • Zur Unterstützung eines störungsfreien Unterrichts wird ein Auszeitraum‐Konzept umgesetzt.

Fördern von Achtung und Toleranz

  • Das Franz-Stock-Komitee unterstützt als Kooperationspartner das Franz-Stock-Gymnasium in dem Anliegen, das offene und von Menschlichkeit geprägte Handeln von Franz Stock als Vorbild für das eigene Handeln zu vermitteln.
  • Seit 2014 ist das Franz-Stock-Gymnasium mit dem Gütesiegel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet und setzt sich gegen jegliche Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt ein.
  • Die Schülervertretung setzt sich mit unterschiedlichen Projekten für ein gutes Schulklima, Respekt und Toleranz ein.
  • Das Franz-Stock-Gymnasium ist eine Schule des gemeinsam Lernens.
  • Die Schüler lernen das friedliche Lösen von Konflikten untereinander, z. B. im Rahmen der Streitschlichtung.

Kennenlernen fremder Kulturen

  • Durch die Integration der Schüler aus internationalen Vorbereitungsklassen in die Regelklassen wird das Kennenlernen der jeweils anderen Kultur unterstützt.
  • Der Schüleraustausch mit der Partnerschule in Bexley sowie die Fahrt der bilingualen Klasse 8 nach England geben Einblicke in die englische Kultur und Lebensweise.
  • Bei der Studienfahrt der Fachschaft Französisch nach Chartre und Paris lernen die Schüler die Bedeutung von Franz Stock für unseren französischen Nachbarn kennen;
  • Die Studienfahrt der Fachschaft Latein steht unter dem Motto „Europa“ und ermöglicht den Schülern eine Auseinandersetzung mit prägenden Ereignissen in der Vergangenheit und mit aktuellen Themen rund um Europa.
  • Wenn möglich vermittelt ein Assistant Teacher den Schülern sehr anschaulich Einblicke in das Leben seiner jeweiligen Heimat.

Gesundheitsbewusstsein

  • Gesundheitserziehung wird in den Schulcurricula Sport und Biologie in besonderer Weise berücksichtigt.

Umweltbewusstsein

  • Den Schülern werden im Unterricht grundlegende ökologischer Zusammenhänge sowie Umweltschutz im alltäglichen Leben bewusst gemacht.
  • Es wird im Schulalltag auf aktives Umweltschutzhandeln im eigenen Umfeld geachtet.
  • Das Franz-Stock-Gymnasium strebt auf Initiative der Schülervertretung die Zertifizierung als fairtrade School an.

2.2.3.2 Soziales Engagement
Soziale Erfahrungen innerhalb der Schulgemeinde

  • Schüler aus den Klassen 9 oder 10 können eine Klasse der Orientierungsstufe bei deren Klassenaktivitäten als Klassenpaten betreuen.
  • Leistungsstarke Schüler ab Klasse 9 können jüngeren Schülern Nachhilfe in einzelnen Fächern im Rahmen des Projekts „Schüler helfen Schülern“ erteilen.
  • Die Mitarbeit in der Schülervertretung bietet die Möglichkeit, sich in einem Mitwirkungsgremium für die Schulgemeinde zu engagieren.
  • Ab Klasse 8 können Schüler in den großen Pausen in der Cafeteria bei der Bedienung helfen.
  • Schüler ab der Klasse 8 können eigene Neigungsgruppen für Schüler der Unterstufe anbieten.
  • Ausgebildete Schüler der Klasse 8 können in den großen Pausen einen Bereitschaftsdienst, der von jüngeren Schülern in Anspruch genommen werden kann, um Konflikte untereinander zu lösen, anbieten.
  • Schüler der Klassen 8 und 9 können sich im Rahmen des Schulsanitätsdiensts in Erster Hilfe ausbilden lassen.
  • Schüler können sich im Ambulanzdienst der Schulsanitäter engagieren.
  • Schüler können sich als Sporthelfer ausbilden lassen und helfen mit, Pausen durch gesundheitsfördernde, entspannende körperliche Bewegung zu gestalten.

Soziale Erfahrungen außerhalb der Schule

  • Durch die Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern werden den Schülern Möglichkeiten zum Engagement innerhalb und außerhalb der Schule geboten.

2.2.4 Bereich „Kommunikation, Kooperation und Mitarbeit“

2.2.4.1 Mitwirkung und Mitgestaltung innerhalb der Schulgemeinde

  • Schüler und Eltern werden neben den Lehrkräften aktiv in verschiedene Bereiche der Bildungs‐, Erziehungs‐ und Schulentwicklungsarbeit eingebunden.
  • Für den persönlichen Austausch findet für alle Mitglieder der Schulgemeinde ein mehrfach jährlich stattfindendes Schulleitungsforum statt.
  • Die Mitwirkungsgremien der Schüler (Schülervertretung), der Eltern (Schulpflegschaft) und der Lehrer (Lehrerrat, Lehrerkonferenz) werden neben der Schulkonferenz an grundlegenden Entwicklungsmaßnahmen beteiligt.
  • Für die Schulentwicklungsarbeit im Einzelnen werden Arbeitsgruppen eingerichtet, die Vorschläge und Entwürfe erarbeiten.
  • An den Arbeitsgruppen können sich neben Lehrkräften auch Schüler‐, Elternvertreter oder externe Experten beteiligen.
  • Der Verein der Freunde und Förderer des FSG hilft ideell und finanziell bei der Gestaltung des Schullebens.
  • Es stehen für die Mitwirkung und Mitgestaltung von Lehrern, Schülern und Eltern digitale Informations‐ und Kommunikationsstrukturen zur Verfügung.
  • Alle Mitglieder der Schulgemeinde informieren sich regelmäßig, mindestens jedoch einmal wöchentlich, auf der Homepage des Franz-Stock-Gymnasiums.

2.2.4.2 Kooperation innerhalb des Lehrerkollegiums

  • Die Fachschaften überprüfen und überarbeiten regelmäßig die Schullehrpläne auf der Basis der vorgegebenen Standards.
  • Die Fachschaften sprechen für die einzelnen Jahrgangsstufen auf der Basis der Schullehrpläne Unterrichtssequenzen ab.
  • Die Fachschaften entwickeln einen gemeinsam zu nutzenden Material‐ und Aufgabenpool für die abgesprochenen Unterrichtssequenzen.
  • Für die Konzeption einzelner schulischer Entwicklungsmaßnahmen finden sich Lehrer als Arbeitsgruppe zusammen.
  • Es findet eine kollegiale Beratung bei schulischen Schwierigkeiten einzelner Schüler statt.

2.2.4.3 Kooperation mit außerschulischen Partnern

  • Die Schule öffnet sich im Unterricht und bei zusätzlichen Lern‐ und Betreuungsangeboten nach außen durch die vielfältige Kooperation mit außerschulischen Partnern, Experten und Betreuungspersonal.

Netzwerke

  • Die Schule ist als zertifizierte MINT‐EC‐Schule in das bundesweite MINT‐EC-Netzwerk eingebunden und beteiligt sich aktiv im IT-Cluster.
  • Die Schule ist im Netzwerk der bilingualen Schulen in NRW vertreten.
  • Die Schule ist Teil des Netzwerks Zukunftsschulen NRW.
  • Die Schule ist Teil des Netzwerks GanzIn.
  • Vertreter unserer Schule nehmen regelmäßig an den bundesweiten Veranstaltungen des Ganztagsschulverbandes teil.

Kooperationen mit einzelnen Partnern

  • Bei der Ganztagsbetreuung werden die Musikschule des Hochsauerlandkreises und örtliche Sportvereine eingebunden.
  • Bei der Begabtenförderung findet eine Kooperation mit dem Jugendhilfedienst der Stadt und Psychologen des Familienzentrums Marienfrieden statt.
  • Mit der Stadtbücherei Neheim besteht ein Kooperationsvertrag zur Leseförderung.
  • Im Rahmen der Berufsorientierung erfolgt eine individuelle Berufsberatung durch den örtlichen Vertreter der Arbeitsagentur.
  • Im Altenheim Klostereichen können Schüler durch ehrenamtliches Engagement verschiedene soziale Erfahrungen sammeln.
  • In den Naturwissenschaften werden Projekte und Wettbewerbe in Kooperation mit Fachinstituten, Fachverbänden und Fachbetrieben initiiert.
  • Es werden Schriftsteller zu Lesungen und wissenschaftliche Experten zu Fachvorträgen eingeladen.

2.2.5 Bereich „Evaluation und Qualitätsentwicklung“

2.2.5.1 Schulführung und Schulmanagement

  • Der Schulleiter übernimmt Aufgaben als Dienstvorgesetzter, der Lehrerrat übernimmt die entsprechenden Personalvertretungsaufgaben.
  • In verschiedenen Einzelbereichen werden Schulleitungsaufgaben von der Schulleitung auf Koordinatoren in Form eines mittleren Managements delegiert und von diesen eigenverantwortlich wahrgenommen.
  • Neben der Schulleitung nehmen die Koordinatoren Controlling‐ Aufgaben in ihrem jeweiligen Zuständigkeitsbereich wahr.
  • Die Verantwortung spezieller Aufgabenbereiche wird vom Schulleiter auf entsprechende Beauftragte übertragen.
  • Für die praktische Umsetzung von Gleichstellungsaspekten wird vom Schulleiter auf Vorschlag der weiblichen Mitglieder des Lehrerkollegiums eine „Beauftragte für Gleichstellungsfragen“ berufen.
  • Es finden regelmäßige Arbeitstreffen der Schulleitung mit den Koordinatoren statt.
  • Die Zuständigkeiten im Schulmanagement werden in einem Geschäftsverteilungsplan dargestellt.
  • Organisationsstrukturen und Prozessmanagement in der Schule werden zunehmend in einem Schulmanagementplan zusammengestellt.
  • Es finden Mitarbeitergespräche der Schulleitung mit den Lehrkräften und dem nichtlehrenden Personal statt.
  • Es wird ein Jahres‐Terminplan erstellt und regelmäßig aktualisiert.
  • Die Zusammenarbeit mit den Dezernenten der Oberen Schulaufsicht und dem Fachpersonal des Personaldezernats bei der Bezirksregierung Arnsberg findet in konstruktiver und vertrauensvoller Weise statt.
  • Bei der Zusammenarbeit mit der Stadt Arnsberg als Schulträger gibt es keine strikte Trennung zwischen inneren und äußeren Schulangelegenheiten.
  • Die Schulleitung achtet auf Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen und veralasst, dass mit Schülern und Lehrern regelmäßig Schutzübungen durchgeführt werden.
  • Es wird durch den Schulleiter eine intensive und informative Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Wichtigstes Informations- und Präsentationsmedium ist die Homepage der Schule.

2.2.5.2 Schulprogrammentwicklung

  • Alle wichtigen Aspekte der pädagogischen Arbeit und der Schulentwicklung werden in einem Schulprogramm zusammengestellt und veröffentlicht.
  • Kern des Schulprogramms ist das Bildungskonzept, welches die Leitziele des pädagogischen Selbstverständnisses unserer Schule definiert, Qualitätsziele festlegt und die schulspezifischen Profile verdeutlicht.
  • Bildungskonzept und Schulprogramm werden regelmäßig evaluiert und weiterentwickelt.
  • Bei der Schulentwicklungsarbeit wird die Schulleitung von einer „Schulentwicklungsgruppen“ unterstützt.

2.2.5.3 Evaluationsmaßnahmen
Schulinterne Evaluation

  • Die Fachlehrer vergewissern sich von dem Erfolg ihres Unterrichts durch regelmäßiges Feedback durch die Schüler.
  • Bei jedem umfangreicheren Unterrichtsprojekt wird eine kurze abschließende Evaluation durchgeführt.
  • Die Auswertung der Ergebnisse von zentralen Lernstandarderhebungen und zentralen Abschlussprüfungen stellen eine Basis für Fördermaßnahmen dar.
  • Eine angemessene Evaluation ist integraler Bestandteil aller Schulentwicklungsmaßnahmen.

Schulexterne Evaluation

  • Der Qualitätsbericht der Qualitätsanalyse NRW (Schulinspektion) wird intensiv analysiert und zur Weiterentwicklung genutzt.
  • Es werden auf der Basis des aktuellen Qualitätsberichts Zielvereinbarungen für die weitere Schulentwicklungsarbeit getroffen.
  • Das FSG stellt sich regelmäßig der Wieder‐Zertifizierung als MINT‐EC-Schule.