Miriam Hirsch absolvierte Praktikum in der LWL-Klinik in Warstein

Hirsch

Miriam Hirsch, Schülerin der Q2, absolvierte in den Herbstferien ein Praktikum in der LWL-Klinik in Warstein.

Von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen während ihres Praktikums auf der Station für Patienten mit Borderline-Störungen berichtet sie im Folgenden:

„Schon seit Jahren schwebte mir der Beruf der Psychotherapeutin vor. Allerdings hatte ich die Befürchtung, dass meine Vorstellungen dazu nicht mit der Realität übereinstimmen würden.
Dementsprechend war es für mich ein großer Lichtblick, als ich vor einiger Zeit mit meinem Pädagogik-Kurs die LWL-Klinik in Warstein besuchte, um einen genaueren Einblick in das Leben in der Psychiatrie und vor allem die Borderline-Störung zu bekommen.
Auf der AW05 bekamen wir auch die Gelegenheit, mit einer Borderline-Patientin zu sprechen, was mein Interesse nur noch mehr weckte.
So kam es dazu, dass ich Feuer und Flamme war, ein Praktikum auf dieser Station zu absolvieren.
Für Borderline hatte ich mich aufgrund seiner Vielschichtigkeit interessiert und weil ich mehr über die Dialektisch-Behaviorale Therapie erfahren wollte.
So sprach ich bei diesem Ausflug einen der Pfleger der Station, Herrn Jörg Wiesehöfer, an, welcher mich sofort in allen Möglichkeiten unterstützte.
So startete ich äußerst optimistisch in mein Praktikum und wurde auch nicht enttäuscht: das Team begrüßte mich sehr herzlich und war auch immer bereit, Fragen offen und ehrlich zu beantworten. Alle waren sehr fürsorglich und versicherten mir ihre Unterstützung, falls mir mal eine Situation zu viel werden sollte. So fühlte ich mich äußerst geborgen in dieser Zeit und war von Tag zu Tag froher, mich für dieses Praktikum entschieden zu haben.
Mein Praktikum war sehr auf meine Interessen abgestimmt; so standen auf meinem Plan vor allem die Gruppentherapien. Hierbei besuchte ich Module wie die Stresstoleranz, die Achtsamkeit und die Weiterentwicklung zwischenmenschlicher Fertigkeiten sowie das soziale Kompetenztraining. Auch bei Teambesprechungen durfte ich dabei sein, wodurch ich auch einen Einblick in die anderen Berufsgruppen auf der AW05 bekam.
Besonders beeindruckt hat mich der wertschätzende Umgang des Stationsteams mit den Patienten, die diesen auch sehr zu schätzen wusste.
Aber nicht nur das Team nahm mich äußerst herzlich auf, auch die Patienten akzeptierten mich, was mich besonders freute. Denn immerhin ging es um ihr psychisches Problem, an der man gerade Praktikanten nicht unbedingt teilhaben lassen möchte.
In den Gruppentherapien wurde jeder Gedanke berücksichtigt und auch diskutiert. So wurden auch Stresstoleranztrainings zu einem gruppenformenden Element. Insgesamt hat mich die Therapieform äußerst überzeugt, da ich auch bemerkte, wie gut es den Patienten tat.
Wegen all dieser positiven Erlebnisse werde ich mein Praktikum in jeder Hinsicht als positiv in Erinnerung behalten. Für mich war es eine wahre Erkenntnis in Hinblick auf meine Berufswahl.
Für mich waren diese zwei Wochen voller Erfahrungen, schönen Momenten und Erkenntnissen, für die ich äußerst dankbar bin.
Ich möchte dem LWL dafür danken, dass ich die Gelegenheit zu diesem Praktikum bekommen habe. Für mich steht nun fest, dass ich definitiv Psychologie studieren möchte, um dann Psychotherapeutin werden zu können. Dank dieses Praktikums wurden jegliche Zweifel beseitigt und ich kann mir nun sicher sein, nicht die falsche Wahl für mein zukünftiges Berufsleben treffen.
Vor allem die Therapieverfahren und die Wertschätzung gegenüber den Patienten haben mich äußerst überzeugt. Einfach ein großes Danke für diese tolle Erfahrung!“