FSG: Zwanzig Jahre Bilingualer Unterricht am FSG – wegweisend und mutig

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In diesem Schuljahr wird der bilinguale Ausbildungsgang am FSG zwanzig Jahre alt.

Ein guter Grund sich noch einmal die Enstehung sowie die damit verbundenen schulischen Möglichkeiten vor Augen zu führen.

Ein Bericht von Reinhard Koch

1993 wurde dieser Profilzweig am ehemaligen Graf-Gottfried-Gymnasium von Dr. Heinrich Blana eingeführt und von Klaus Ullrich, heute Schulleiter am Arnsberger Laurentianum, geleitet.
Dies war Anfang der 90er Jahre ein wegweisender und mutiger Schritt – wegweisend, weil eine europäische Forderung, nämlich, dass seine Bürger auf Fremdsprachenkenntnisse angewiesen sind und zumindest eine Fremdsprache annähernd so fließend und selbstverständlich verwenden können wie ihre Muttersprache, in schulisches Handeln übertragen wurde; mutig, weil es damals so gut wie keine Unterrichtsmaterialien in englischer Sprache für die Fächer Geschichte, Erdkunde und Politik gab, die betroffenen Kolleginnen und Kollegen also von null starteten und in enger Kooperation mit den anderen bilingualen Schulen in NRW Materialien und Unterrichtsvorhaben mit großem Engagement selbst zusammen stellten und erprobten.

Die Neheim-Hüstener Elternschaft nahm dies von Beginn an sehr positiv auf und machte mit gleichbleibend hohen Anmeldezahlen (zumindest eine Klasse pro Schuljahr) diesen Zweig zu einem großen Erfolg.

Dieser setzte sich auch nahtlos am neuen Franz-Stock-Gymnasium nach der Schulfusion im Jahre 2002 fort. Seither entlässt der bilinguale Zweig, nun geleitet von Reinhard Koch, Jahr für Jahr zwischen 15 und 20 Abiturientinnen und Abiturienten mit dem bilingualen Zusatzzertifikat, das ihnen „vertiefte Kenntnisse der englischen Sprache und erweiterte Fähigkeiten in ihrer Anwendung“ bescheinigt.

Der Weg dahin bietet den Schülerinnen und Schülern auch außerhalb des regulären Unterrichts Gelegenheiten, Englisch zu sprechen. So besteht in der Mittelstufe die Chance, an dem Austausch mit der Townley Grammar School in unserer Partnerstadt Bexley teilzunehmen; darüber hinaus steuern die bilingualen Klassen in der Jahrgangsstufe 8 ein Ziel in Südengland an, wohnen in Gastfamilien und können so die englische Sprache ganz praktisch anwenden.

Die Oberstufe steht dann im Zeichen der Vorbereitung auf das Zentralabitur, das für die bilingualen Schülerinnen und Schüler Prüfungen im LK Englisch und im GK Geschichte bedeutet. Nicht ganz einfach – it’s a long row to hoe, wie der Engländer sagt, aber die überwältigende Mehrheit unserer Absolventen sagt: Yes, it’s been worth it. I’d do it again.

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Die „Großen“ und die „Kleinen“: bilinguale Schüler der Q2 und des fünften Jahrgangs